„Janny´s Eis“ – Franchise zum Anfassen

CAMPUS Dresden

Als Auszubildender zum Kaufmann sollte man sich mit Unternehmenskonzepten auskennen. In der Berufsschule gibt es dafür das Unterrichtsfach Marketing, in dem marktspezifische Themen behandelt werden. Eines von solchen Themen stellt das Franchiseunternehmen dar. Jeder hat schon davon gehört, aber was ist das genau und wie funktioniert es? Wir, die Großhandelskaufleute aus dem 3. Lehrjahr, statteten einer Filiale von „Janny´s Eis“, in Dresden, Chemnitzer Straße 117, auf Einladung einen Besuch ab.

Im Vorfeld wurden Fragen gesammelt, die wir der Chefin vortragen wollten. Zum Beispiel ob sie ein Trainingsprogramm absolvieren oder wieviel Kapital sie einbringen musste, was die Voraussetzungen sind für Franchisenehmer. Wieviel Profit macht sie, was muss sie davon abgeben? Alles interessante Fragen, aber teilt sie uns die Antworten mit?

Am 23.04.2018 trafen wir uns nach der Mittagspause dann in der Eisfiliale. Eine junge Mitarbeiterin, schätzungsweise Studentin, empfing uns und präsentierte uns die Tischplätze. Einige holten sich noch einen Eisbecher und setzten sich an den Tisch. Die nette Verkäuferin setzte sich zu uns, begrüßte uns und stellte sich für Fragen zur Verfügung. Sie war die Franchisenehmerin.

In etwa 5.000 bis 10.000€ Startkapital müsse man mitbringen, wenn die Filiale bereits besteht und vom vorigen Franchisenehmer verkauft wird. Der Franchisegeber „Janny´s Eis“ wirkt in dem Fall aber auch unterstützend mit und vergibt Kredite. Möchte man einen neuen Standort bzw. Filiale errichten, so beträgt das erforderte Kapital etwa 80.000€ (Kosten für Mobiliar und Ausstattung).
Bei der Aufnahme eines Franchisenehmers spielt ansonsten natürlich die Motivation eine wichtige Rolle – das Firmenlogo wird schließlich vertreten.
Üblicherweise werden Franchisenehmer geschult und absolvieren ein Trainingsprogramm, um Firmengrundsätze, Organisation, Buchhaltung, Kauftricks, etc. kennenzulernen. Außerdem wird ein Steuerberater zur Verfügung gestellt und firmeninterner Außendienstler, über den man an viele Informationen kommt und berichten kann.

Bis auf das Kernsortiment bleibt einem die Leitung selbst überlassen. Selbstverständlich muss der Franchisenehmer einen bestimmten Gewinnanteil an den Franchisegeber abgeben. Wirtschaftet man gut, sollte natürlich trotzdem noch ausreichend zur Verfügung stehen.
Es war sehr interessant und wir bedanken uns im Namen der ganzen Klasse GAK15 sehr für die genommene Zeit der Chefin und insbesondere der Lehrerin, die das Treffen organisiert hat.

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